Reiner Harms: „Wir sind Freunde geworden“

Heißenbüttel/Hude. Reiner Harms und Matthias Crull teilen eine bewegende Geschichte. Matthias Crull war mal einmal der Chef von Reiner Harms, doch er musste sein Geschäft vor 15 Jahren aufgeben. „Danach wollte ich nicht mehr für andere arbeiten und habe mich mit einem einzigen LKW selbstständig gemacht“, sagt Reiner Hamrs rückblickend. Auch Matthias Crull wagt einen Neuanfang. Der Kontakt zwischen den beiden reißt nicht ab, und im Jahr 2010 entscheiden sie sich zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit. Seitdem ist die Spedition enorm gewachsen. Heute hat das Unternehmen an den beiden Standorten Heißenbüttel und Hude 40 Fahrzeuge im Einsatz und beschäftigt 45 Mitarbeiter. Die Reiner Harms Transporte GmbH fährt europaweit überwiegend Metallschrott. Insbesondere sind es die deutschen Anrainerstaaten wie Niederlande, Belgien, Luxemburg, Polen oder Tschechien.  Die Auftraggeber sind Schrotthändler aus ganz Deutschland und der Schweiz.

Hinfahrt Aluschrott, Rückfahrt schwerer Stahlschrott

Von Wiese Fahrzeugbau hat Reiner Harms jetzt gleich drei Auflieger auf einen Schlag abgeholt. Darunter ist der neue Knapen „Extreme“, womit Reiner Harms der erste deutsche Spediteur ist, der diesen neuen Knapen-Auflieger bekommen hat. „Wir brauchen bei einigen Kunden viel Volumen, ohne kippen zu können“, verrät Reine Harms. „Er wird auch auf einer ganz besonderen Strecke eingesetzt, wo wir auf der Hinfahrt Aluschrott laden und auf der Rückfahrt schweren Stahlschrott.“ Zur Abholung der drei Auflieger hatte er wie gewohnt seinen Partner Matthias Crull mit dabei. Die anderen beiden Zugmaschinen steuerten Oliver Tewes sowie die junge Fahrerin Katharina Karler. „Dass ich gemeinsam mit Matthias die Auflieger von Wiese abhole, hat schon Tradition“, sagt Reiner Harms. Matthias Crull selber fährt nicht mehr. Vor einigen Jahren hat er beim Aussteigen den Haltegriff verfehlt und sich die Hand gebrochen. „Da war er zur Büroarbeit gezwungen und hat sich richtig in das Thema hineingebissen. Heute macht er nur noch Büro“, sagt Reiner Harms und lacht.

„Hier geht es ehrlich zu“

Reiner Harms ist langjähriger Kunde bei Miete und Kauf von Sattelzugmaschinen, Schubbodenauflieger und Kippauflieger. Die Beziehung zu Wiese Fahrzeugbau besteht schon seit vielen Jahren. „Wir sind mittlerweile Freunde geworden“, sagt der Reiner Harms und ergänzt. „Hier geht es ehrlich zu. Und Vertrauen ist für eine Geschäftsbeziehung das allerwichtigste.“ Der 54-jährige Unternehmer schätzt aber auch die Flexibilität von Wiese im Verbund mit Wiese Trailer Rent. Außerdem darf er viel ausprobieren, wobei seine Ideen bei Wiese und Knapen in Produktverbesserungen mit einfließen.  Reiner Harms: „Wir haben schon einige Veränderungen auf den Weg gebracht, insbesondere in Sachen Sicherheit.“  Auch das Truckerfest, das es in diesem Jahr zum 3. Mal geben wird (12. bis 14. Juni 2020) geht auf den Einfluss von Reiner Harms zurück. „Dirk und Burkhard Wiese wollten uns immer auf der Wolfsmeile besuchen. Das haben sie nie hinbekommen. Dann haben sie sich entschieden, eben ihr eigenes Truckfest zu veranstalten“, erklärt Reiner Harms. Das war vor sechs Jahren, und natürlich war er mit einer Abordnung vor Ort. Auch in diesem Jahr wird der gebürtige Worpsweder wohl wieder mit rund 20 Fahrzeugen vertreten sein.

Von Wiese Fahrzeugbau hat Reiner Harms jetzt gleich drei Auflieger auf einen Schlag abgeholt.